Biodanza Berlin
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Was sind Biodanza Kurse in Berlin?

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Biodanza bedeutet „Tanz des Lebens“. Begründet wurde diese tanz-musik-und gesprächsorientierte Methode von dem chilenischen Psychologen und Künstler Rolando Mario Toro Araneda bereits Ende der 60er Jahre des vorherigen Jahrhunderts. Im Verlaufe von vierzig Jahren wurde sie stetig weiterentwickelt und gilt heute als etablierte Methode der Entwicklung und Förderung menschlicher Potenziale durch Tanz und Musik in der Gruppe.

Speziell das Gruppenerlebnis, bei dem die Teilnehmer eines Kurses oder Workshhops gemeinsam in der Gruppe positive Erlebnisse durch Tänze und Gespräche erfahren, fördert das allgemeine Wohlbefinden und kann dazu beitragen, dass Menschen neue Verhaltens und Bewegungsmuster erlernen und dadurch auch ihr alltägliches Verhalten zum Positiven hin verändern. Nicht umsonst wird die Technik des Biodanza in Form von Kursen und Workshops auch im klinischen Sektor der Psychologie bzw. der Psychosomatik angewendet. In zahlreichen psychosomatischen Kliniken weltweit können Patienten in Biodanza-Kursen lernen, ihre kreativen und selbstheilenden Potenziale zu entdecken und gemeinsam zu erleben. Dabei geht es weniger um die Ästhetik des Tanzes bzw. um die genaue Erlernung und Befolgung gezielter Tanzschritte, sondern vielmehr um die „Vivencia“
(spanisch: das Erleben) des Augenblicks und der Freude im gemeinsamen Tanz und der Musik. Die Freude an der Bewegung und das Gefühl der Einheit im Moment kann für die Teilnehmer zu einer Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens beitragen.

Ablauf eines Biodanza-Kurses

Ein Biodanza-Kurs findet in der Regel an mehreren Terminen über das Jahr oder mehrere Monate verteilt zumeist einmal wöchentlich statt oder in Form eines Workshops komprimiert. Die einzelnen Termine, die sogenannten „Vivencias“ (Erlebnisse) dauern für gewöhnlich zwischen 1,5 und drei Stunden. Dabei besteht eine Sitzung häufig aus zwei Teilen, nämlich zunächst einer Gesprächsrunde und dann einer darauffolgenden Abfolge von Tänzen. In der Gesprächsrunde bekommt jeder Teilnehmer die Möglichkeit von sich zu erzählen, wie es ihm gerade geht oder was ihn gerade beschäftigt. Durch das gegenseitige Teilen von persönlichen Gefühlen und Einstellungen lernt sich die Gruppe nach und nach besser kennen und wächst zu einer Einheit heran. Die Gesprächsrunden am Anfang einer Sitzung werden vom Leiter oder der Leiterin des Kurses auch dazu genutzt, ein bestimmtes Thema der jeweiligen Sitzung näher vorzustellen bzw. die Teilnehmer auf die folgenden Tänze in einer häufig poetisch-bildlichen Sprache vorzubereiten. Anschließend werden gezielt ausgesuchte Tänze mit dazu passender Musik vorgestellt und dann von den Teilnehmern entweder einzeln, in Paaren oder auch als ganze Gruppe individuell nachgetanzt. Durch die Tänze und die Musik sollen die selbstheilenden und befriedigenden Entwicklungspotenziale der Teilnehmer gefördert werden und letztlich die Integration aller Gefühle in der individuellen Gesamtidentität angestrebt werden. Vitalität, Sexualität, Kreativität, Affektivität und Transzendenz der Teilnehmer sollen durch diese Methode weiterentwickelt werden. Diese fünf Bereiche wurden vom Begründer der Methode Rolando Toro als Hauptbereiche menschlicher Bedürfnisse erkannt. Durch die Biodanza-Kurse sollen die Gefühle mit dem Verhalten, dem Denken und Handeln vereint und versöhnt werden. Also Konsequenz daraus sollen die Teilnehmer auch im Alltag mehr Lebensfreude, Energie und Optimismus verspüren.

Ursprünge des Biodanza und klinische Wirksamkeit der Methode

Der Begründer der Methode Rolando Toro entwickelte Biodanza Ende der 60er Jahre in Chile bei seiner Arbeit mit Patienten einer Psychiatrie. Als Inhaber des Lehrstuhls für Kunst-und Ausdruckspsychologie an der Universität Chile entwickelte und organisierte er Tanzveranstaltungen für Psychiatriepatienten, um dadurch den Klinikinsassen ein menschlicheres Leben zu ermöglichen. Inspiriert durch seine damaligen Erfahrungen der psychotherapeutischen Wirkung von gemeinsamem Tanz und Musik entwickelte er die Theorie und Methodik des späteren Biodanza kontinuierlich weiter. Heute gilt diese Methode, die sich von Südamerika aus auch in Europa und Asien etabliert hat, als anerkannte verhaltenstherapeutische Anwendung, deren Wirksamkeit auch durch zahlreiche klinische empirische Studien belegt worden ist. Bei Forschungsarbeiten der Universität Leipzig wurde bestätigt, dass die Kurse eine antidepressive Wirkung haben und dazu beitragen, ein verbessertes Problemlöseverhalten zu erlangen.

Biodanza-Kurse und -Workshops bedeutet für die Teilnehmer also sowohl eine Möglichkeit, sich selbst als auch anderen Menschen in der Begegnung und im Kontakt näher zu kommen. Die Tänze fördern das Wohlbefinden und stärken die Identität und Widerstandskraft der Teilnehmer. Im gemeinsamen Erleben wächst die Gruppe nach und nach näher zusammen und kann sich gemeinsam weiterentwickeln. 

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